Die Regionale Kulturagentur, das Regionale Pädagogische Zentrum und die Landschaftsbibliothek der Ostfriesischen Landschaft laden gemeinsam mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Ostfriesland zu einem Vortrag in die Kunstscheune Gess in Jemgum ein:
Katrin Himmler, Berlin
Die Ziele der „Neuen Rechten“ und ihre Anknüpfungspunkte zum Nationalsozialismus
Termin: 20. Mai 2026 um 18:00 Uhr
Ort: Kunstscheune Gess in Jemgum
Eintritt: Die Teilnahme ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist jedoch unbedingt erforderlich. Anmeldungen bitte an otto@ostfriesischelandschaft.de oder telefonisch unter 04941/1799-57.
Die „Neue Rechte“ und andere Rechtsextreme wollen unsere demokratische Gesellschaft im Kern verändern. Dafür nutzen sie Krisen, indem sie Ängste, Sorgen und Ressentiments aufgreifen und durch Desinformation verstärken.
In ihrem Vortrag zeigt Katrin Himmler, wie Rechtsextremisten und Rechtspopulisten vernetzt sind und was sie so gefährlich macht. Dabei geht sie auch auf lokale Aktivitäten und Gruppierungen ein. Welche Anknüpfungspunkte gibt es zwischen heutigen Rechtsextremen und den Nationalsozialisten vor der Machtergreifung – bei ideologischen Feindbildern, Zielen und Strategien? Welche Rolle spielte Heinrich Himmler dabei? Und schließlich: Was können wir Rechtsextremisten und Rechtspopulisten entgegensetzen – von staatlicher Seite und als Zivilgesellschaft?
Die Veranstaltung richtet sich an Erwachsene wie an Schülerinnen und Schüler und versteht sich als Beitrag zur politischen Bildung und zur Stärkung demokratischer Kultur.

Zur Referentin:
Katrin Himmler ist Politikwissenschaftlerin, Autorin und Großnichte Heinrich Himmlers. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit familiären Überlieferungen über die NS-Zeit, deren kritische Hinterfragung sie als eine wichtige Form der gesellschaftlichen Auseinandersetzung sowohl mit dem Nationalsozialismus als auch mit der heutigen Neuen Rechten versteht. Veröffentlichungen u.a.: „Die Brüder Himmler. Eine deutsche Familiengeschichte“ (2005) und, gemeinsam mit dem Historiker Prof. Dr. Michael Wildt, „Himmler privat. Briefe eines Massenmörders“ (2014).